Archiv der Kategorie: News Uganda

der kleine Paul

Im Alter von 3 Jahren hat Paul seine Mutter verloren und von da an bei seiner Großmutter mütterlicherseits gelebt. Bisher ist die Verwandtschaft väterlicherseits unbekannt. Das geringe Familieneinkommen machte es nötig, dass Paul und seine Großmutter im Steinbruch arbeiteten, um zu überleben. Das hat Pauls Gesundheit sehr angegriffen. Die Muskelentwicklung, aber seine gesamte Entwicklung überhaupt haben durch die harte Arbeit sehr gelitten. Für seine Großmutter war Paul der Prügelknabe. Darum hat Paul bis spät in die Nacht im Dorf und den Straßen rumgehangen.

Während der Zeit, in der er im Steinbruch gearbeitet hat, ist er selten zur Schule gegangen. Er hat den Wunsch, in der Schule zu lernen. Aber er hat Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren. Für ihn bedeutet das Kinderheim ein ganz neues Leben, mit der Möglichkeit eine Schulausbildung zu bekommen.

JOEL – 13 Jahre alt

Joel ist fröhlich, sieht gesund aus und ist ein motivierter Junge. Er geht gerne in die Schule, hat aber nur die Vorschule beendet. Er hat nun den Rehabilitationsprozess im Straßenkinder- Rehabilitationscenter abgeschlossen. In diesem Center bieten sie Kinder Basisschulungen an und nun kann Joel in die dritte Klasse gehen.

Seine Geschichte

Joel kommt aus einer zerbrochenen Familie. Sein Vater hat sich von seiner Mutter scheiden lassen und eine andere Frau geheiratet mit drei jüngeren Kindern. Joel ging zur der Schule und als einmal das Schulgeld für ihn bezahlt werden musste, war dies für die Stiefmutter eine günstig Gelegenheit, einen Babysitter zu bekommen. Der Vater bezahlte nicht weiter das Schulgeld. So blieb Joel für eine lange Zeit zu Hause. Joel wurde geschlagen, wenn er kleine Fehler machte. Er ging auf die Straßen Kampalas, wo er sich sicherer fühlte als zu Hause.

Joel kam 2010 nach Kampala und hat beinahe 2 ½ Jahre auf der Straße gelebt. Die Hauptgründe, warum er auf der Straße gelandet ist: die Schulgebühren wurden nicht bezahlt, zu Hause wurde er geschlagen, die Ablehnung durch seine Eltern, oft ging er mit leerem Magen schlafen. Sie zwangen ihn so, für sich selbst zu sorgen. Das brachte Joel dazu, auf die Straße zu gehen. Dort bestritt er mit der Suche nach Altmetall, Taschendiebstahl und Betteln seinen Lebensunterhalt. Er schlief in Müllcontainern. Das Leben auf der Straße ist hart. Ständig sind die Kinder und Jugendlichen der Gefahr von Gewalt und Drogen ausgesetzt.

Joel hat die Rehabilitation abgeschlossen. Die Umstände Zuhause haben sich nicht geändert. Darum ist absehbar, dass er wieder auf der Straße landet, wenn er nach Hause zurückgeht. Darum braucht er ein neues Zuhause.

Emmanuel – Kampala

Seine Mutter, Fauza ist 27 Jahre alt und Mutter von 4 Kindern und sie ist Halbwaise. Sie verließ die Schule nach der 7. Klasse, nachdem ihre Mutter das Schulgeld nicht mehr bezahlt hat. Fauzas Ehemann, mit dem sie zwei Kinder vor der Eheschließung bekommen hat, wurde von ihrer Familie abgelehnt. Später hat sie Angello Ssegawa geheiratet, der kürzlich verstorben ist. Angello war Bauarbeiter und Zimmermann. Bei der Arbeit ist er von einem Gebäude gestürzt. Das führte zu seinem Tod am 02.05.2009. Er ist der Vater von Emmanuel. Der Vater der ersten beiden Kinder kümmert sich nicht um sie. Auch seine Familie nicht.

Fauza hat durch Gelegenheitsarbeiten versucht, die Familie zu versorgen. Sie hat für Leute Kleidung gewaschen und an der Straße gerösteten Mais verkauft. Fauza ist damit überfordert, das Schulgeld für die Kinder zu finanzieren. Darum besuchen drei der Kinder nicht mehr die Schule.

Nun wohnt Emmanuel im Kinderheim. Das ermöglicht es ihm, zur Schule zu gehen. In den Ferien ist er bei seiner Mutter. Emmanuel ist ein fröhlicher, munterer, verspielter Junge, der gerne zur Schule geht.

Familie Nietsch

es geht uns allen gut. Für die Kinder beginnen am 28.Juni die Ferien und sie freuen sich natürlich darauf. An dem Tag kommt mein Bruder Josef mit Familie für drei Wochen.

Claudia macht die 11. Klasse fertig, hatte jetzt ihre Abschlussprüfungen. Sie geht noch 2 Jahre in die Schule, macht dann das Abitur. Sie möchte gern Ärztin werden und vielen Menschen helfen.

Wir freuen uns über Besuch, kommt und seht, wie es uns hier so geht.

In Liebe verbunden, Kathrin

neues vom Kinderheim

„Und Jesus sprach zu ihnen: Wer dieses Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf,

der mich gesandt hat.“ Lukas 9, 48

Liebe Freunde, Unterstützer und Beter,

dieser Vers gilt für Euch und uns. Ihr habt ein Kind aufgenommen, indem ihr es durch das Missionswerk Offene Türen unterstützt, d.h. ihr helft mit Geld und wir tun den Rest. Was für ein schönes Versprechen, dabei haben wir Jesus und den Vater aufgenommen. Mit Gott in unserem Leben können wir alles überwinden, was uns in den Weg kommt.

Ich möchte euch gern ein bisschen über die Kinder erzählen. Sie brauchen ganz viel Liebe und Zuwendung, was wir alle versuchen ihnen zu geben. Betet, dass Gott uns dabei hilft.

Irene, unsere Älteste, ist im ersten Jahr in der Uni und es geht ihr gut. Was mich freut ist, dass sie Jesus lieb hat und mit ihm lebt. Sie ist so ein liebes Mädchen, lächelt jedes Mal, wenn man sie sieht. Sie ist fröhlich, auch wenn sie keine Eltern mehr hat und vielleicht nicht immer Grund hat so zu sein. Aber das ist Gott, er hilft und versorgt uns und nimmt uns als Vater auf.

Doreen ist in der 10. Klasse, gerade hat sie Malaria, aber sonst geht’s ihr gut. Wie es so in dem Alter ist, braucht sie viel Liebe und Verständnis. Unlängst sagte sie mir, dass sie manchmal zweifelt, ob sie noch gerettet ist. Ich konnte ihr erklären, dass ich das früher auch so erfahren habe, dass der Teufel versucht hat mich unterzukriegen. Ich sprach mit ihr, gab ihr verschiedene Bibelverse, wie Joh. 10, 27+28, wo Jesus sagt: „Ich gebe ihnen ewiges Leben und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.“ Betet, dass sie treu mit Jesus lebt und ihm ganz vertrauen lernt. Sie hat keine Eltern mehr.

Denis wohnt jetzt bei seiner Oma, da er volljährig ist, wird aber immer noch von uns mit  dem Schulgeld unterstützt (9. Klasse). Er braucht viel Gebet, weil es in dem Alter schwieriger ist, sich um die Schule zu kümmern. Seine Verwandten sind keine Christen. Aber Gott ist treu und wird ihm helfen. Betet, dass er im Glauben steht und treu bleibt.

Patrick ist in der 6. Klasse und schafft es gut in der Schule. Er wird im September 11 Jahre alt. In den Ferien war er zu Hause. Die Mutter hat 6 Kinder und war nach dem Tod des Vaters mit ihnen auf der Straße, so kam Patrick vor 6Jahren zu uns. Er ist eher ein ruhiger Typ, aber wie alle Jungen spielt er gern Fußball und fährt Fahrrad.

Marvin war auch in den Ferien bei seiner Mutter, hat noch eine Schwester und 2 Halbgeschwister. Sein Vater ist Trinker und sagt manchmal, er wäre nicht sein Sohn. Die Mutter hat ihn schon länger verlassen. Er ist ein fröhlicher Junge und genießt Fahrradfahren. Es gefällt ihm hier bei uns.

Joshua hat früher mit der Oma gewohnt, weil der Vater gestorben war. Das ist hier oft so, dass die Verwandten die Kinder behalten und die Mutter wegschicken. Als die Oma starb, war er aber schon bei uns. Jetzt ist die Mutter zurück und versorgt die Kinder. Ich denke, er hat noch 3 Geschwister. In der Schule ist er bei den Besten, spielt gern Fußball und fährt Fahrrad.

Nicolas ist mit seiner Halbschwester Anitha hier. Seine Mutter war eine Prostituierte, so wissen die 2 Kinder nicht, wer ihr Vater ist. Die Mutter nahm sie mit auf die Straße, deshalb hat sie die Tante zu sich genommen und gesagt, sie würde für sie sorgen. Sie bat uns, ob wir ihr helfen könnten und so kamen sie zu uns. In den Ferien gehen sie zur Tante.

Charles lebt mit einem alten Opa. Als die Mutter im Sterben lag, gab sie Charles dem alten Mann und bat ihn, den Jungen gut zu versorgen. Betet für ihn, dass wir ein paar Verwandte von ihm finden, denn man weiß nicht, wie lange der alte Mann noch lebt. Charles war ein bisschen ein Schlitzohr, wie Jungs manchmal sind, hat sich aber jetzt ziemlich verbessert und ist gehorsamer

Jackson ist ein Sonnenschein, er kam letzten Juni zu uns und konnte kein Englisch, aber jetzt geht das schon viel besser. Er hat seinen Vater verloren, nach dessen Tod kam die Mutter mit 2 Kindern nach Kampala. Sie hatte ein kleines Baby, Jackson musste darauf aufpassen, während die Mutter zur Arbeit ging. Das Baby hat zu viel geweint und eines Tages ist Jackson abgehauen, auf die Straße. Jetzt weiß er nicht mehr, wo seine Mutter ist, weil sie aus dem Haus weg ist, in dem sie vorher wohnten. Das Baby soll gestorben sein. Betet, dass wir seine Verwandten finden. Er soll eine Oma im Osten Ugandas haben, nur das ist ziemlich weit und kostet viel. Er war der Einzige, der in den Ferien zu niemandem gehen konnte und die 2 Wochen hier geblieben ist, was ihm sehr schwer fiel.

Solomon hat eine schlechte Route eingeschlagen. Er hat im Dezember seine 5. Klasse abgeschlossen und war für die Ferien bei der Tante, hat keine Eltern mehr. Während der Zeit hat er die Leute bestohlen und kam sogar bis zu uns zurück und hat auch hier vom Heim gestohlen. So haben wir ihn zur Tante zurück gebracht, aber die wollte ihn nicht mehr. Wir haben ihm gesagt, er soll gehorsam sein und wir würden ihn von da zur Schule schicken. Aber er wollte scheinbar nicht, denn wir hörten, er ist wieder auf der Straße gelandet. Betet für ihn, dass Gott ihm in den Weg tritt und er seine Chancen nicht nur so wegwirft.

Cathy ist gerade in der 7. Klasse, dies ist ein Abschlussjahr, sie muss viel lernen, was sie auch macht. Sie hat noch ihre Mutter, aber die hat wieder geheiratet und der neue Vater wollte nicht, dass Cathy da bleibt. Sie wohnen zu fünft in einem Zimmer, in einem Slum in Kampala. Sie ist 13 Jahre alt und ein gutes Mädchen, ziemlich still, aber sie hat ihr Leben schon Jesus übergeben und das ist schön. Sie spielt gern Blitz und fährt gern Fahrrad.

Martha ist jetzt 9, in der 3. Klasse, aber ein kleines zartes Persönchen, welches immer lächelt. Ihre Mama hat auch wieder geheiratet und der Mann wollte, dass sie im Dorf bei der Oma lebt. Die Mutter fragte uns, ob wir sie nehmen, damit sie zur Schule gehen kann, doch in den Ferien darf sie zur Mama. Sie spielt auch gern Blitz und genießt das Fahrrad.

Allen ist 9 Jahre alt und in der 3. Klasse. Sie hat keine Eltern mehr, aber 2 Brüder: Moses Galiwango wird auch von uns unterstützt, wohnt aber bei der Tante, der andere Bruder ist bei der Oma. Sie braucht viel Liebe und Aufmerksamkeit, aber ist fröhlich, spielt gern oder fährt Fahrrad.

Anitha geht auch in die 3. Klasse und hilft gern in der Küche mit. Sie braucht viel Aufmerk-samkeit (ich denke, das brauchen sie alle), aber es geht ihr gut und sie ist gern hier. Sie spielt gern Blitz und genießt auch das Fahrrad. Letzten Sonntag haben die Sonntagsschüler den Gottes-dienst gestaltet, da hat sie ein Lied gesungen.

Lovisa geht zur 4. Klasse. Ihre Mama hat noch 4 andere Kinder und wohnt in einem kleinen dunklen Zimmer im Slumgebiet von Kampala. Sie ist schon sehr verantwortlich und echt ein gutes Mädchen, kann gut Blitz spielen und hilft gern bei der Arbeit.

Herberth ist unser neuer Junge, er kam am 22. Mai, ist 9 Jahre alt. Sein Vater starb, als er 3 war und seine Mutter, als er 6 Jahre alt war. Sein Vater hatte 2 Frauen gehabt und so nahm ihn die Stiefmutter auf und half ihm. Aber er musste viel arbeiten, z.B. Wasser bringen oder altes Eisen finden und verkaufen oder für andere schwere Sachen tragen, um so ein bisschen Geld zu verdienen. Sie hat ihn nicht gut behandelt, hatte selber 4 Kinder und so landete er auf der Straße in Kampala. Er wird jetzt hier in die Schule gehen und wir hoffen seine Großmutter zu finden, wo er in den Ferien hingehen kann. Sie soll hier in Mukono sein, die Stiefmutter will uns zeigen, wo sie wohnt. Betet für ihn, dass er sich hier gut eingewöhnt.

Das waren unsere Heimkinder. Wir helfen noch vielen anderen Kindern im Dorf oder die bei ihren Verwandten sind, die sehe ich nicht so oft. Vielen Dank an jeden, der ein Kind unterstützt, ihr rettet damit ein Leben und wir beten, dass Jesus ihre Seelen rettet und ihnen hilft, was Gutes, Großartiges zu werden und so ihren Verwandten oder anderen Kindern zu helfen.

Dankt dem Herrn mit uns: seit diesem Jahr haben wir eine neue Hausmutter, Nakato Milly und Hausvater Hudson Musuza für die Kinder und Robert macht weiter die Administrations-arbeit fürs Heim. Er will in diesem Jahr heiraten, aber eine von unserem Team, so werden wir ihn weiter hier haben. Es ist echt schön zu sehen, wie sie die Kinder lieben und ihr Bestes geben. Betet für diese Mitarbeiter. Es ist nicht leicht Mutter oder Vater von 13 Kindern zu sein, und jedes hat seinen eigenen Charakter.

In Liebe verbunden, Kathrin

Moite Tellmann Corleta

heiße ich und komme aus Brasilien. Meine Mutter ist eine Rumänien-deutsche. Ich kam am 25.11. nach Uganda und wusste nicht, was ich in den nächsten 8 Monaten machen würde. So betete ich und nach eineinhalb Wochen führte Gott mich zu Off Tu Mission. Von Anfang an wusste ich: hier will ich bleiben und dem Herrn dienen. Ich habe viel über Teamarbeit, Mission und Predigen gelernt. Seit ich hier bin, ist es schön, immer Stille Zeit zu haben, was ich bis jetzt immer wieder versucht, aber nicht geschafft habe. Ich habe viel gebetet, dass ich einen kleinen Unterschied machen könnte und versuche es hier zu tun. Eins weiß ich: Off Tu Mission hat mich schon sehr verändert und berührt.

Liebe Grüße Moite

Evangelisationseinsätze

Seit Februar haben wir 2 Teams, wofür wir dem Herrn sehr dankbar sind. Wir haben in diesem Jahr viele neue Teamleute aufgenommen. Sie sind immer wieder unterwegs und bringen das Evangelium in die Schulen. Unlängst waren sie hier in Kampala, der Hauptstadt, in einer Schule. Zum großen Erstaunen aller kamen zusammen mit den Schülern auch viele Lehrer zum Glauben an Jesus. Ein Mädchen schrieb uns in einem Brief, sie hätte sehr schlecht und in Sünde gelebt, aber es würde ihr leid tun. Sie übergab ihr Leben Jesus. Gestern war unser Team in einer katholischen Schule und durfte von Jesus erzählen. Es war so toll, als zum Schluss ca. 70 Studenten nach vorne kamen und ihr Leben Jesus übergaben. Jacob Suji hatte zuvor gepredigt. Die Menschen brauchen Jesus! Lasst uns ihnen vom Herrn erzählen! Jetzt ist es noch Tag, wo man wirken kann. Wir danken Gott, dass in Uganda die Türen noch offen sind. Kommt, lasst uns zusammen arbeiten! Wenn der Herr euch ruft, kommt und dient ihm oder betet für die, die raus gehen oder unterstützt die Arbeit. Der Herr will, dass wir alle zusammenarbeiten.

In Liebe verbunden, Kathrin

Wasserzisterne wurde erneuert

Die Wasserzisterne wurde im November erneuert, es sind jetzt 2 tanks mit 5000 Liter, die alte umfasste 10000 Liter, durch das höher setzten der Neuen wurde der Wasserdruck erhöht.

Dieses war durch eine Spende von der Christlichen Gemeinde Steinbach möglich, vielen Dank

Gruß aus Uganda

„Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe…“ Eph.2, 4a

Liebe Missionsfreunde,
Ich möchte euch mal von dem anderen Kontinent, in dem wir arbeiten, grüßen. Bin selber in Uganda und erlebe hier eine gute, intensive Zeit mit einigen Verwandten. Ich möchte kurz Bezug auf den oben erwähnten Vers nehmen, weil mir immer klarer wird: Gott tut alles aus Liebe, er ist durchtränkt davon, er kann nicht anders als aus diesem Antrieb zu handeln. Und trotz seiner unfehlbaren Gerechtigkeit ist seine Barmherzigkeit überall sichtbar. Er will Barmherzigkeit an den Menschen üben, an seinen Kindern, an jedem. Mit viel Geduld und unbeschreiblicher Gnade möchte er, dass wir uns zum Guten hinwenden und das Leben empfangen, das er gibt. Was mich erstaunt ist, dass diese Güte oft einfach missbraucht wird. Wir möchten alles genießen, auf der Sonnenseite der materiellen Welt leben, aber wenig zurückgeben, nicht aktiv werden, nur minimal verzichten und im kleinsten Rahmen handeln. Hier in Uganda erlebe ich oft das Gegenteil: die Leute haben gerade genug zum Überleben, manchmal sogar weniger, sind in ihrem Eifer sehr aktiv, dass sogar die Bedrohung der Existenz einfach vergessen wird, wenn sie für Jesus unterwegs sind, und sie sind frei im Zeugnis. Sie werden von dieser Liebe Gottes angespornt, die junge Generation zu erreichen, zu wachsen und freuen sich, wenn sie endlich Gott aktiv dienen können. Die Barmherzigkeit, welche Gott schenkt, nimmt Form an.
Ich wünsche euch, dass ihr diese Freude über Gottes Handeln, die nicht vor Grenzen zurückschreckt, auch wahrnehmt und ihr von Gottes Liebe regelrecht gedrängt werdet, für ihn aktiv zu werden, und dass er euch neu gebrauchen kann. Es ist gut in seinen Spuren zu laufen.

Werner Kloos

Newsletter Nr.6 – Kinderheim und Schule

Liebe Freunde!

Die Arbeit in der Schule und im Kinderheim macht gute Fortschritte. Wir haben viel Grund, unserem großen Gott dankbar zu sein. Unser neuester Zugang im Kinderheim heißt Jackson. Er ist 10 Jahre alt. Ursprünglich kommt er aus Mbale im Osten von Uganda. Seine Mutter wurde von den Verwandten des Vaters nicht akzeptiert und schlecht behandelt, so beschloss sie, die Familie zu verlassen und mit ihren beiden Söhnen nach Kampala zu gehen. Jackson war da 8 Jahre alt. In Kampala versuchte seine Mutter, Arbeit zu finden und irgendwie an Geld zu kommen. Jackson musste auf seinen kleinen Bruder aufpassen. Er war mit der ganzen Situation überfordert, lief eines Tages weg und lebte von da an auf der Straße. Eine Hilfsorganisation hat ihn dort gefunden. Sie wollten ihn zurück zu seiner Mutter bringen, aber als sie das Haus fanden, sagten Nachbarn, dass die Mutter fortgezogen und der kleine Bruder gestorben wäre. Das war für Jackson eine schlimme Nachricht. Die Organisation hat dann die Oma mütterlicherseits ausfindig gemacht, die sehr froh war, Jackson zu sehen. Aber die Oma ist alt. Sie hat keine Möglichkeit, sich um den Jungen zu kümmern. So wurden wir gefragt, ob Jackson zu uns kommen kann. Dankbar sind wir, dass wir schon einen Paten für Jackson gefunden haben, der für die laufenden Kosten aufkommen will. Gerne möchten wir noch manchen anderen Kindern in Uganda helfen, die ein ähnliches Schicksal wie Jackson haben. Danke, dass ihr diese Hilfe durch eure Spenden möglich macht. Bitte betet mit dafür, dass sich noch andere dieses Anliegen aufs Herz legen lassen.

Irene wird schon seit 2007 von uns unterstützt. Ihre schulischen Leistungen sind so gut, dass sie jetzt ein Stipendium bekommen hat und an der Universität Sozialarbeit studiert. Das macht uns sehr dankbar. Wir unterstützen sie weiter und bezahlen für sie die Unterkunft und Verpflegung.

Die Zahl der Schüler an unserer Schule steigt ständig. Auch das ist ein Grund, dankbar zu sein. Die Primaryschool in Uganda umfasst drei Vorschulklassen und das 1. bis 7. Schuljahr. Bisher umfasst unsere Schule zwei Vorschulklassen und die Klassen 1 bis 6. Um eine vollständige Primaryschool anbieten zu können, brauchen wir dringend weitere Klassenräume. Zur Zeit werden Klassenräume geteilt, so dass zwei Klassen darin unterrichtet werden können. Wir haben daher mit dem Bau weiterer Klassenräume begonnen. Der Ringanker ist schon fertig. Die Decke soll bis zum Jahresende fertig sein. Unser Wunsch und Ziel ist es, die neuen Räume bis Anfang nächsten Jahres fertig zu stellen.

Die wirtschaftliche Lage in Uganda ist schwierig. Die Lebenshaltungskosten sind sehr gestiegen. Das fordert auch unser Leitungsteam sehr heraus, sparsam zu wirtschaften. Bitte betet auch hier für viel Weisheit und die richtigen Entscheidungen.

Ganz herzliche Grüße,
auch im Namen des Missionsvereins,
Ulrike Klimek

Besuchsbericht – Missionsstation Uganda

Ein Besuch in Uganda bei Off-Tu Mission lohnt sich immer…..

Missions Station

Einige Gebäude sind fertig gestellt, einige sind noch in Arbeit, es gibt immer etwas zu tun oder zu bauen.
Ein Gästezimmer mit Rappens(ein Ehepaar das im Westen arbeitet) ist fertig, wieder ein halbes Haus wo Gäste übernachten können, die andere Hälfte gehört erstmals Rappens, die sie auch selbst finanziert haben
Die Werkstatt ist bis zum Dach gebaut, könnte noch einiges vertragen, an Innereien wie Türen Fenster etc. und natürlich das Dach, aber Schritt für Schritt geht es weiter. Bis jetzt mussten zwei Container für diesen Zweck herhalten, man kann auch aus der Not heraus oft improvisieren besonders in Uganda.
Das Lager das früher für Watermission war, ist jetzt auch mit vielen Sachen vollgestopft, aber durch die Trennung ist beim ersten Stock angehalten worden, es wäre gut bevor ein Dach draufkommt, noch ein Stockwerk zu erweitern.

Kinderheim

Ist eigentlich in Verwendung, jedoch noch lange nicht ausgelastet, es können noch 15-20 Kids aufgenommen werden, brauchen dafür noch Paten, und Betreuer, zur Zeit sind 12-13 Kids die hier wohnen, mit den Betreuer ist es jedoch sehr spärlich. Oft finden Wechsel statt, das Neue gesucht werden und nicht so leicht gefunden werden. Das Team macht die Arbeit mit wenn sie auf Station sind.

Team

Es gibt in jedem Jahr neue Mitarbeiter, weil die jungen Leute sich für Studium, Bibelschule entscheiden oder heiraten wollen, die Langzeitler sind  nur Julius Mwanguzi(Guzi) Jakob Suji mit Familie und Robert Bugwata, und Fam. Nietsch.
Derzeit sind drei Kurzeitler(Voluntiers) aus Deutschland, zwei werden noch dieses Jahr zurückkommen, eine bleibt bis Mai 2012

Schule

Es wird weiter gebaut, auch hier müssen oft Prioritäten gesetzt werden, die Küche sollte schon längst vergrössert sein, aber es wurde mit einem neuen Hauptgebäude begonnen, und das Geld  was sowieso schon fehlt, für ein grösseres und wichtigeres Projekt investiert. Dadurch könnte endlich eine volle Primary School entstehen mit 7Klassen plus 2-3Vorklassen je nach Kinder.
Auf jeden Fall mausert sich aus dem kleinen Entlein dass mal begonnen hat, durch ein Spendenprojekt, ein grosser Schwan heran, es nimmt mehr und mehr Form an, und macht auch mehr Sinn, dass es nicht bei einer Dorfschule bleibt, sondern sich zu einer voll funktionsfähigen Akademie verwandelt.

Einsätze(Campaings) oder Missions

Es fand zu dieser Zeit ein Einsatz bei ca. 380km statt, den wir besucht haben, wir konnten sowohl in einer Primary, als auch in einer Secondary School sein, und live die Aktionen erleben.
Es ist jedes Mal erstaunlich, wie viele Kinder in diesen Einsätzen erreicht werden, bei ca. 3 Schulen pro Tag, und  das 2 Wochen lang mit Schulen bis 700 Kinder, ist es untertrieben zu sagen dass bis zu 15000 Kinder plus Lehrer und manche Nachbarn, die dazu kommen erreicht werden.
Dazu kann ich nur sagen, preisst den Herrn der noch so viele Türen offen hält, und dadurch die junge Generation von Uganda erreicht wird mit dem Evangelium.

Strasseneinsätze

Abwechselnd wird jeden Dienstag, in einem Jugendgefängnis und auf der Strasse in Kampala Einsätze durchgeführt. Oft entstehen hier Kontakte und Beziehungen zu Kindern die dann in das Kinderheim kommen. Allen Kinder werden wir nicht helfen können, aber es gibt einige die ihr Leben versuchen zu ändern(soweit es die Umstände zulassen) und mit Jesus Christus leben.
Hierbei werden sie von den Studenten der Uni unterstützt, besonders Austauschstudenten die aus den USA und auch anderen Länder kommen, machen gerne bei solchen  Aktionen  mit.
Ein Wort zum Schluss, Gott hat uns mehrfach bewiesen dass er jeden Euro der hin geschickt wurde, verdoppelt, verdreifacht oder vervielfacht wurde. Oft muss ich mich schämen dass von MOT nicht mehr als 2500Euro pro Monat geschickt werden können. Und da fragt man sich wie geht das,  dass von diesem Geld, Mitarbeiter bezahlt wird, der Unterhalt für alle, Gebaut wird, Fahrzeuge unterhalten, Spritkosten, Schulen für Kids bezahlt wird, und ganz viel Not gelindert in so vielen verschiedenen Situationen wird. Wir brauchen dies Geld für eine einzige Familie und manchmal reicht es uns noch gar nicht. Es ist mittlerweile auch klar, dass viel Geld von Johann in Uganda direkt eingesetzt wird, und dass er mit seinem Unternehmen in Uganda, Geld verdient dass nicht selten der Mission zugutekommt.
Mein Cousin Arthur, und mein Bruder Jürgen und seine Frau Elena die mich diesmal begleitet haben, haben ihren Anteil beigesteuert, damit das Kinderheim einen neuen LOOK bekommt, es wurde mit einem Außen anstrich und außen rum mit Pflastersteine verschönert. Das Team von Off-Tu Mission hat uns herzlich aufgenommen, und sich darüber gefreut, dass es in so vielen Bereichen weitergeht, mit unserer aller Unterstützung.

Grüsse euch mit einem Satz den ich in Uganda auf dem Zaun eines Kinderheims lass
May God bless our Ministry ( möge Gott unsere Arbeit segnen)

Werner Kloos

neues von Familie Nietsch

Am 15. Januar haben wir 14 Jahre seit unserer Ausreise in die Mission gefeiert und wir müssen sagen, es war der richtige Schritt. Nicht dass alles leicht war, aber wenn der HERR ruft, dann rüstet Er uns mit seiner Kraft aus und die haben wir täglich erfahren. Er sagt ja auch: ‚Ohne mich könnt ihr nichts tun.’ Ich persönlich, Kathrin, habe vieles gelernt:

  • Das Eine ist Beten. Hier lernt man einfach für jede Kleinigkeit zu beten und das Schöne ist, wenn man sieht, wie Jesus antwortet.
  • Das Andere ist im Chaos Auto fahren. Die hier waren, wissen wovon ich rede: jeder drängt sich hinein und so viele fahren unfair. Z.B. betete ich letzte Woche für einen guten Parkplatz in der Stadt und tatsächlich war da einer. Ich fuhr kurz vor, um rückwärts einzuparken. Da kam ein Taxi und fuhr von vorne rein. Ich wartete, bis er die Leute eingeladen hatte und ließ ihn raus. Da kam schon ein zweiter und drängte sich hinein. Ich überlegte, ob ich aussteigen soll und denen ein paar Worte sagen. Aber ich fuhr dann einfach weg. So muss man Geduld lernen und so manches einstecken.
  • Man lernt Gott ganz zu vertrauen, auch für die Mission. Z.B. gab es gerade mal wieder kein Geld und ich habe es immer jedem erzählt, meiner Mutter und anderen. Da sagte Gott: „Versuch mal einfach, es nur mir zu sagen und sieh, was ich tun werde.“ Das habe ich dann auch gemacht und tatsächlich kam Geld, und nicht aus Deutschland, wie ich erwartet hatte, nein, aus Uganda und noch wo anders her.

Wie viele von euch wissen, hat unser Friedhelm seit ca. 4 Jahren Vitiligo (Weißfleckenkrankheit). Ich habe ganz lange gebraucht dies zu akzeptieren. Habe immer gedacht: ‚Warum er? Er hatte so eine schöne, braune Haut.’ Bis der Herr letztes Jahr durch das Beispiel aus Johannes 9 zu mir redete, wo es um den blinden Mann geht und die Jünger fragen: „Wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern?“, und Jesus antwortet: „Weder dieser noch seine Eltern, sondern damit die Werke des Herrn offenbar würden.“ Ich akzeptierte es dann und weiß, dass Gott es zugelassen hat und Er darum weiß. Wir versuchten, ob die Krankenkasse etwas übernehmen würde, es hat nicht geklappt. So sagten wir: „Herr, führe du uns zur richtigen Medizin.“ Wir haben dann letztes Jahr einen Mann aus Kuba kennen gelernt, der hat uns eine Medizin besorgt, 3 Gläschen. Und tatsächlich sah man, dass sie hilft. Sie ging nur aus und so hatten wir 2 Monate keine mehr. Der Mann sagte uns, er hätte sie in Kuba in seinem Haus und es würden Leute kommen, die sie mitbringen. So warteten wir. Zwei Leute kamen und hatten sie nicht mitgebracht. Aber ich war ruhig und vertraute, dass Gott dies auch in seiner Hand hat. Am 1. Januar 2011 rief er uns an und sagte, er hätte nun noch 3 Fläschchen. Wir waren so froh und freuen uns, dass man schon Besserung sieht. Wir vertrauen Gott auch weiter in dieser Hinsicht, weil wir wissen, jede Heilung kommt von Ihm.

Der Rest der Familie ist o.k. Claudi und Friedhelm sind mir schon über den Kopf gewachsen. So habe ich nur noch Kaleb, der kleiner ist. Aber es geht ihnen gut und sie schaffen es gut in der Schule; wir sind stolz auf sie. Sie sind alle sehr gut im Schwimmen und sind letztes Jahr für Uganda als Land geschwommen. Jeder hat Medaillen nach Hause gebracht. Kaleb ist im September 2010 in die 7. Klasse gekommen. Das ist bei uns der Wechsel in die höheren Klassen. Er hat ein bisschen Zeit gebraucht, bis er sich eingewöhnt hat, aber jetzt klappt es wieder. Johann ist wie immer schwer beschäftigt; aber ich freue mich, weil er in allem versucht, den Herrn an erste Stelle zu setzen. Wir freuen uns alle, dass wir im Juni wieder nach Deutschland kommen. Vielen Dank hier noch mal an jeden, der diese Mission und somit uns unterstützt. Wir sind alle Mitarbeiter in des Herrn Weinberg.

  • Wie viele von euch gemerkt haben, waren von September bis Dezember zwei unserer Afrikaner, Robert und Adioded, in Deutschland zu Besuch. Es war eine gute Zeit für sie. Danke an alle, die sie versorgt haben.

Die Missionseinsätze gehen jedes Jahr weiter und wir sind dem Herrn dankbar, dass die Menschen zuhören und antworten. Immer wieder kehren Leute zu Ihm um und das freut uns. Wir sind echt froh über das Geld, das wir immer hatten, um diese Einsätze durchzuführen. Ganz besonders danken wir Ihm für die Bewahrung der Teamleute und auch der LKWs und Autos, die sie fahren.

Jugendfreizeiten

Im Dezember sind ja hier die großen Ferien. Wir hatten 3 Freizeiten. Johann hat zweimal ein Spiel mit den Teilnehmern gemacht: „Die Pilgerreise“. Man teilt die Jugendlichen in Gruppen zu viert ein. Sie kriegen einen Sack mit Erde, das sind die Sünden. Dann gehen sie los auf dem Weg zum Himmel. Sie kommen an verschiedenen Stationen vorbei, wo Anfechtungen, wie Musik und schöne Mädchen sind. Später kommen sie auch zum Kreuz, wo sie eigentlich ihre Sünden ablegen sollen, und kriegen dann 2 Karten um im Himmel Einlass zu finden (eine Karte ist die Erlösung, die andere die Belohnung). Manche haben ihre Belohnungs-karte auf dem Weg für Süßigkeiten getauscht, so gab es dann im Himmel keine Belohnung mehr. Ich, Kathrin, war für den Himmel zuständig. Da kam schon die erste Gruppe und trug ihre Sünden auf dem Kopf. Ich erklärte ihnen, dass sie mit Sünden nicht in den Himmel können. So mussten sie in die Hölle. Wir hatten 124 Gruppen und von denen waren nur ca.15 Gruppen im Himmel angekommen, der Rest war in der Hölle. Es war ihnen schwer, aber wir sagten ihnen: „Passt auf, dass ihr den richtigen Himmel nicht verpasst!“ Am Abend zeigten wir ihnen noch den Film „Die Pilgerreise“ und so manche haben sich für Jesus entschieden.

Kinderarbeit: Wir haben immer noch unsere 14 Kinder im Heim. Die Schule ist auch gut gelaufen. In diesem Jahr kam der 11-jährige Marvin noch dazu. Sein Vater war ein Trinker und hat ihn viel geschlagen. So war er viel auf der Straße und musste sehen, wie er überlebt. Seine Mutter hatte den Vater verlassen und die Schwester mitgenommen. Sie lebt jetzt mit einem anderen Mann und hat noch zwei Kinder von ihm. So hat Marvin bei ihnen nicht gut Platz. Das Haus liegt auch mitten im Sumpfgebiet und ist nur eine Hütte aus Stöcken und ein paar Planen, sehr elend. Wenn es regnet, ist es schlimm. Aber wir waren sehr froh, als wir seine Mutter gefunden haben und sie bereit war, ihn für die Ferien zu nehmen. Simon und Denis haben wir offiziell den Verwandten zurück gegeben, werden sie aber weiter mit Schule unterstützen. Denis hat die 7. Klasse fertig und Simon nur die 4. Sie sind in diesem Jahr 18 und dürfen nicht mehr im Kinderheim wohnen. Im Dezember hat uns die Tante von Simon zu seinem Großvater väter-

licherseits geführt und so hat er jetzt seine Heimat gefunden. Sie waren alle sehr froh, als er kam, dachten sie doch, er wäre gestorben. Betet weiter für all diese Kinder, dass wir ihnen Jesus vorleben können. Veränderung braucht Zeit und Jesus. Er allein kann echte Veränderung bringen.

Wir gehen weiterhin immer dienstags auf die Straße und treffen die Straßenkinder. Seit letztem Jahr gehen wir auch in ein Gefängnis für unter 18-jährige Kinder. Die hören echt gern zu und haben viele Fragen. Was mich freut ist, dass manche Reue zeigen und ihr Herz Jesus anvertrauen.

Betet mit uns für die finanzielle Situation, für neue Teamleute, die in diesem Jahr bei uns anfangen, für neue Kinder und Spender, für Gesundheit.

Gott ist treu und wir wissen, dass ER uns auch in diesem Jahr leitet. Wir vertrauen Ihm.

Dem Herrn befohlen eure Nietschen und die ganze OFF-Tu Mission von Uganda.

Newsletter – Kinderheim und Schule

von Ulrike Klimek

Liebe Freunde!
Die Jahreslosung für 2011 lautet: “Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit dem Guten!” (Römer 12,21)
Dieser Bibelvers fordert uns auf, uns nicht mit dem Bösen in dieser Welt abzufinden, sondern ihm gute Taten entgegenzusetzen und so zu Überwindern zu werden.

Die Geschichte von Marvin ist ein gutes Beispiel dafür. Marvin ist im letzten Jahr zu uns ins Kinderheim gekommen. Er ist 11 Jahre alt und geht in die 4. Klasse. Wir haben ihn auf den Straßen von Kampala gefunden. Vorher hat er bei seinem Vater gelebt. Über seine Mutter wissen wir bisher nichts Näheres. Sein Vater ist Trinker. Marvins Zuhause war von Chaos und Gewalt geprägt. Wenn der Vater betrunken war, hat er den Jungen oft geschlagen. Marvin hat eine lange Narbe auf seinem Kopf, die von der Gewalt seines Vaters zeugt. Durch die Verantwortungslosigkeit des Vaters ist Marvin nicht weiter zur Schule gegangen. Die sehr harten Umstände zu Hause, haben Marvin veranlasst, auf die Straßen von Kampala zu ziehen. Dort war er hilflos dem rauen Leben auf der Straße ausgesetzt. Wir sind Gott sehr dankbar, dass wir Marvin begegnet sind und ihm in unserem Kinderheim ein neues Zuhause geben konnten. Marvin lässt das Leben auf der Straße und was er dort gelernt, was ihn geprägt hat, immer mehr hinter sich. Im Kinderheim ist er einer der verantwortungsbewusstesten und cleversten Jungs.

So wie Marvin geht es vielen Kindern in Uganda. Danke, dass ihr durch eure treuen Spenden Kindern eine Hoffnung, eine Zukunft gebt. Möge Gott euch dafür reich segnen.

Es ist uns ein Anliegen, Verwandte der Kinder ausfindig zu machen, bei denen sie z. B. die Ferien verbringen können. Nach längerem Suchen haben wir erfahren, wo wir die Oma und andere Familienangehörige von Patrick finden können. Könnt ihr euch Patricks Freude vorstellen, als er sie zum ersten Mal besuchen konnte?

Für das nächste Semester haben sich 170 Schüler an unserer Schule angemeldet. Unser nächstes Projekt wird es sein, die bisherige provisorische Küche (siehe Foto) zu ersetzen. Außerdem werden dringend noch weitere Klassenräume gebraucht.

Ganz herzliche Grüße

Besuch aus Uganda

zur Zeit haben wir zwei unserer Mitarbeiter von Uganda in Deutschland zu Besuch

Adioded und Robert sind bis Mitte Dezember im Land unterwegs und wollen die Arbeit vom Missionswerk vorstellen, vor allem gibt es Gelegenheit Informationen zum Kinderheim und der Schule aus erster Hand zu erhalten. Adioded ist für den Religionsunterricht und Soziales in unserer Schule tätig und Robert ist Verantwortlicher Mitarbeiter im Kinderheim.

Gerne wollen wir auch in ihrer Gemeinde/Hauskreis oder auch in Schulen mit Bild und Wort von unserer Arbeit berichten.

Wenn Interesse besteht, melden sie sich bitte per E-Mail an u-team@offene-tueren.org

Familie Nietsch

Die Kinder sind in ihrem letzten Trimester und freuen sich auf die Sommerferien. Leider gibt es in diesem Jahr für sie kein Deutschland, aber einen Urlaub am Meer werden wir uns gönnen.

Hans war im Mai für 10 Tage in Deutschland.

Claudia ist jetzt 14 Jahre alt und hat mich von der Größe her schon überholt. In der Schule ist sie sehr gut und wir sind stolz auf sie.

Friedhelm ist am 12.Juni 13 geworden, so haben wir jetzt zwei Teenager. Er ist auch sehr gut in der Schule. Mit seiner Haut hat sich nichts zum Besseren verändert. Es breitet sich eher aus. Die Krankenkasse übernimmt keine Krankenhausbe-handlung, so suchen wir gerade noch nach anderen Möglichkeiten. Es macht ihm schon ein bisschen zu schaffen, wenn Leute fragen, was er hat, aber im Großen und Ganzen schafft er es ganz gut.

Kaleb wird im Juni 11 und ist unser Sportler: Schwimmen, Basketball, Fußball, alles macht ihm Spaß und das freut uns auch.

Mir, Kathrin gehts gut. Ich muss sagen, dass mir Afrika sehr gut tut. Ich denke, mein Glaube ist sehr gewachsen, weil man Gott hier einfach viel mehr braucht. Bei alltäglichen Dingen, wo man in Deutschland die Polizei oder den Krankenwagen ruft, muss man hier Gott anrufen. Ich bin gerne hier und freue mich, dass Gott mich hier gebraucht: in der Küche beim Team, bei Krankheiten bin ich die Krankenschwester, in meiner

Familie als Frau und Mutter und als Mutti für alle.

Seid ganz lieb gegrüßt und wir freuen uns, wenn wir Leute für die Einsätze und in der Mission kriegen. Falls der Herr euch ruft, sagt nicht Nein, lasst euch rufen!

In Liebe Kathrin