Archiv der Kategorie: Erlebnisberichte

Rückblick auf die Campaign: Leben in der Wildnis

von Samuel Mehrbrodt
10 Tage mit nem LKW durch die Pampa, was für ein Abenteuer!

In dieser Zeit habe ich Uganda von einer anderen Seite kennen gelernt, auch wenn wir immer noch nicht im wirklichen Busch waren. Überall wo wir waren, gab es Brunnen und Schulen.

“Ich geh mal und hol Wasser zum Baden” – “Oh ja, wo ist denn das Bad?” – “Da hinten”
Wenn man Glück hatte, war “da hinten” en halbwegs geschlossener Betonklotz, wo man dann mit der Waschschüssel und Seife “baden” konnte. Wenn man nicht so viel Glück hatte, gabs nur neben den Toiletten einen Platz, halb offen, wo man sein Bad nehmen konnte.
Der größte Luxus war bei einer Familie zu Hause, wo es ein Badezimmer gab. Das war ein leerer Raum mit einem Wasserhahn an der Wand und nem Abfluss im Boden. Ich habs wirklich genossen…

Wenn man sich die Zähne putzen wollte, sucht man sich en schönen Platz auf dem Rasen und legt los. Wasser hat man am besten in der Wasserflasche dabei. Ich frag mich was passieren würde wenn ich mir in Deutschland im Garten anfange die Zähne zu putzen…

Rückblick auf die Campaign: Einsätze

von Samuel Mehrbrodt

Am Sonntagnachmittag haben wir mit Joshua (das ist dieser LKW) die Station verlassen Richtung Luwero. Luwero ist ein Bezirk etwas nördlich von Mukono und das war unser Zielgebiet.

Tagsüber haben wir Schulen besucht, fast ausschließlich Primary Schools (vergleichbar mit der Grundschule hier in Deutschland).

Das Programm war dabei fast immer gleich: Man begrüßt die Kinder, stellt sich vor, singt ein paar Lieder dann gibt’s einen Sketch, ne kurze Erklärung dazu und danach geht man meistens nach Klassen getrennt in kleine Gruppen. In den Kleingruppen werden Geschichten aus der Bibel oder dem eigenen Leben erzählt, über aktuelle Themen wie frühe Ehen oder Sex gesprochen (Das ist da echt ein Problem, viele heiraten schon in der Secondary School oder werden sehr früh schwanger.)

Danach wird immer eingeladen, Jesus als seinen persönlichen Retter anzunehmen und es ist echt erstaunlich, wie viele Kinder dazu an jeder Schule bereit waren. Uganda ist da viel, viel offener als Deutschland. Man muss auch keinem Ugander erzählen, dass es einen Gott gibt. Die meisten wissen nur nicht, welches der wahre Gott ist.

Hier jetzt erst ma ne kleine Bildergalerie zu den Schuleinsätzen:

Hallo Musungu! Begrüßung durch einen Lehrer
Wer braucht schon Stühle? Ein Sketch: Der Medizinmann
So viele unterschiedliche Frisuren... Sketch2
guck ma Is nich wahr
P&W P&W2
Sketch Kinners
Fun Sketch3
Weisheit Lazy Teachers
Bye Musungu! DSCF5062

Abends sind wir meistens zusammen mit Mitgliedern der örtlichen Kirche in ein Dorf gefahren, haben den LKW dort hingestellt und nach ein paar Liedern wurde der Film „Witches“ gezeigt. Auch das ist ein großes Problem in Uganda, viele Leute sind in Hexerei und Zauberei verstrickt und kommen allein nicht davon los. Nach dem Film wurde auch hier aufgefordert, an Jesus zu glauben, der allein freimachen kann. Auch hier sind viele Menschen gerettet und befreit worden.

Davon hab ich kaum Bilder und wenn sind sie nicht besonders gut, da es immer schon dunkel war. In Uganda wird es übrigens schon gegen 7 Uhr dunkel.

Über das Leben in der Wildnis werde ich noch nen extra Artikel verfassen, vielleicht morgen abend.

RundMail – Stefi kommt zurück

Ich wollte euch nur mal sagen, dass ich ab Freitag am Schwarzen Meer bin und Urlaub mache. Endgültig nach Deutschland komme ich dann am 23.Juli.

Die letzte Zeit genieße ich grade noch, aber es kommen schon immer wieder gemischte Gefühle auf. Dass die Zeit hier jetzt vorbei ist, macht mich schon traurig, gerade wegen den ganzen netten Leuten, die ich hier kennen gelernt habe. Aber ich freue mich schon total, euch alle wieder zu sehen und bin gespannt.

Bis bald, liebe Grüße Stefi

PS: Die Bilder im Anhang sind von der Kinderstunde mit den Nachbarskinder. Da haben wir letztens einmal „Der verlorene Sohn“ als Anspiel vorgeführt. Es ist echt schön, dass die Kinder immer so gerne gekommen ist. Letzte Woche hatten wir dann eine kleine Feier als Abschluss vor den Ferien.

Welche Wege auch immer
suchend und zweifelnd,
hoffnungsvoll, zuversichtlich
im Dunkel und Licht
in Trauer und Freude,
zögernd oder mutig,
Einer geht mit:
durch Dickicht und Irrwege,
über Felsen und Klippen,
über Ozeane, durch Sümpfe,
Einer geht mit:
begleitet, leitet, führt heim.
Letzten Endes ist nur auf Einen Verlass.

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Rundbriefe download:

Oktober 2009: Rundbrief 1

Dezember 2009: Rundbrief 2

März 2010: Rundbrief 3

Mai 2010: Rundbrief 4

Pflegedienst – Praktikum

von Andrea Freivogel

Mein Name ist Andrea Freivogel, ich bin 23 Jahre alt und komme aus der Schweiz. Ich gehe in eine Chrischona- Gemeinde und werde diesen Herbst meine Ausbildung zur Krankenschwester abschließen. Nachdem ich bereits als kleines Kind unbedingt nach Rumänien wollte, war ich nun im Mai zum ersten Mal hier. Zu meinen ersten Eindrücken von Rumänien gehörten unter anderem die vielen knallgelben Gasleitungen, welche außerhalb der Häuser verlaufen, die vielen Hunde und Schlaglöcher. Viele weitere Eindrücke erhielt ich dann auf den Patientenbe-suchen mit Friedlinde. Mich beeindruckten ihre Beziehungen zu den Patienten und ich fand es extrem schön zu sehen, welchen guten Ruf Philadelphia hat. Es war für mich sehr spannend, einen Einblick in die verschiedenen Wohnungen zu erhalten und Menschen zu treffen, die teilweise unter sehr einfachen Bedingungen leben. Es hat mich echt beeindruckt, wie sehr sich die Menschen über Friedlindes Besuch freuten und mit welcher Freude sie die Leute unterstützt und ihnen von Jesus erzählt.

Für eine Krankenschwester, die bisher nur Schweizer Spitäler gesehen hat, war auch der Besuch im Krankenhaus für mich sehr spannend. Ich hatte das Gefühl, mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten zu erkennen.

Rückblickend bin ich extrem dankbar für die vielen Eindrücke und den Einblick, den ich in die Arbeit von Philadelphia erhalten habe. Ich werde die Zeit und gerade auch die vielen aufgestellten und zufriedenen Menschen in sehr guter Erinnerung behalten. Die Zeit in Rumänien war für mich aufgrund meiner Ausbildung, aber vor allem auch ganz persönlich, eine sehr wertvolle Erfahrung!

Erlebnisse einer Lernhelferin

Ich möchte gern einige Erlebnisse aus meiner Aufenthaltszeit als Lernhelferin aufschreiben:

Ein sehr eindrückliches Erlebnis war, dass ich mir das Bein gebrochen habe . Es war aber ein glatter Bruch und so musste ich nicht nach Deutschland zur Behandlung. Mitte März kam der Gips dann ab und jetzt ist mein Fuß auf dem Weg der Besserung. Na ja, wenigstens ist es in der richtigen Familie passiert . Ich wurde gleich mit allerlei nützlichen Sachen aus der Krankenpflege versorgt.

Durch die Operationen bei den Jungen habe ich auch einen Einblick in rumänische Krankenhäuser bekommen und man sieht, dass sie viel weniger finanzielle Möglichkeiten haben. Schlimm ist auch, dass viele der guten Ärzte ins Ausland gehen.

Die Schule hat den Kindern und mir einmal
mehr, einmal weniger Spaß gemacht. Jetzt freuen sich alle über die Ferien.

In der Jungschar in Hermannstadt, wo ich mithelfe, hatten wir die Themenreihe „Berge“: z.B. Berg der Gebote: Sinai, Berg der Versöhnung: Golgatha, Berg der Himmelfahrt: Ölberg. Das war sehr interessant, wie Gott immer wieder Berge in seinem Handeln vorkommen lässt. Ich durfte selber sehr viel lernen. Abgeschlossen haben wir die Themenreihe mit einer Wanderung in die Berge und einem Quiz.

Seit ein paar Wochen machen Julia und ich einmal pro Woche Kinderstunde mit den Nachbarskindern. Sie kommen sowieso oft zum Spielen. Wir lesen eine biblische Geschichte, beten, singen, spielen. An einem Montag durften wir erleben, dass sie nicht nur die Spiele interessieren. Es waren so viele Kinder wie noch nie da. Nach einer Geschichte, wonach wir es nie erwartet hätten, stellten sie viele Fragen: über Himmel und Hölle, Gott und Satan, Sünde usw. Wir erklärten ihnen vieles und sprachen auch darüber, wie man Gottes Kind wird. Das Schöne war, dass sie es selbst wissen wollten und wir es ihnen nicht „aufgedrängt“ haben. Ein Mädchen hat nachher gefragt, ob wir sie mit in die Gemeinde nehmen können und andere fragten, ob wir darüber reden können, wie man als Christ lebt. WOW! Ich war sehr sehr freudig überrascht. Sie öffnen sich so, wenn man Zeit mit ihnen verbringt. Bittet betet für die Kinder. Die meisten sind orthodox und haben manchmal ziemlich verdrehte Vorstellungen. Letztens konnten wir ihnen dann mit dem Evangelimswürfel noch mal alles erklären, wir hoffen, dass sie uns richtig verstanden haben.

Am 10. Juli endet meine Zeit hier. Ich bin sehr,

sehr froh über alles, was ich über Gott, Kindererziehung und in der Küche gelernt habe. Ein großes Dankeschön an euch Ruopps für all die Geduld, Liebe, Fürsorge und für den Einblick in euer Leben.

Liebe Grüße Stefi

Rundbriefe download:

Oktober 2009: Rundbrief 1

Dezember 2009: Rundbrief 2

März 2010: Rundbrief 3

Mai 2010: Rundbrief 4

RundMail – Stefi in Rumänien

Hallo ihr Lieben,

ich dachte ich meld mich mal kurz und sag Bescheid, dass ich gut
angekommen bin!
Der Flug war gut und nur zwei Stunden – ich musste bestätigen, dass ich
keinen Kontakt mit Schweinegrippe hatte :). Gestern wurde ich dann
gleich mit einem Willkommensschild und Kuchen begrüßt. Die Schule fängt
erst am Montag an. Aber ich hab heut schon etwas Englisch mit den beiden
Ältesten gemacht, wir waren im Garten Tomaten pflücken und nach
vertrockneten Blumen gucken und ich habe schon gemerkt, dass hier alle
genug zu tun haben – die Kids sind mit Schule, Musikunterricht usw gut
eingespannt.
Es gefällt mir sehr gut und es sind alle sehr nett.

Was mich fasziniert sind die Berge, auf die ich aus meinem Fenster gucke.

Einen ganz lieben Gruß, Gott segne euch  Stefi

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